Meine Mutter liest meinen Twitter Stream!
OMG, was hab ich alles geschrieben? Wo war ich? Was hab ich
fotografiert? Hab ich mich anständig benommen? Plötzlich wird einem
bewusst, wieviel man von sich preis gibt, wie transparent man als
kindlicher Internet Nutzer ist. Und das jeden Tag aufs Neue. Meine
Mutter weiß alles. Sie kennt meine Freunde, meine Familie, sie weiß
sogar wo ich wohne. Sie weiß, wo ich arbeite, sie weiß, was ich gerne
esse, kennt meine Hobbys, meinen Musikgeschmack und auf welche Parties
ich gehe.
Ganz im Ernst, was erschreckt mich der RFID
Chip in meinem Reisepass, die biometrischen Bilder, die
Kameraüberwachung auf offener Straße, die Nacktscanner am Flughafen oder
das Fotografieren meines Wohnhauses im Gegensatz zu der Erkenntnis,
dass meine Mutter meine Tweets liest. Und es kommt noch viel schlimmer.
Meine Mutter kennt mein Haus nicht nur von außen, nein, sie weiß sogar
wie es innen aussieht. Sie kennt sogar sämtliche Häuser, in denen ich
seit meiner Kindheit in meinem bisherigen Leben gewohnt habe. Und von
allem hat sie ausführliches Bildmaterial zu ganz unterschiedlichen
Anlässen gesammelt.
Meine Mutter erfasst Daten über mich seit über 30 Jahren. Und ihr habt Angst vor Google Street View?